Freitag, 06.09.2019

08:00 - 09:30

Hörsaal 2

S211

Transsektorales Interventionsprogramm zur Verbesserung der Geriatrischen Versorgung in Regensburg (TIGER) – Update und erste Ergebnisse

Moderation: C. C. Sieber, Nürnberg; E. Freiberger, Nürnberg

Durch den demographischen Wandel kommt es in den nächsten Jahren zu einer Zunahme an Krankenhausaufenthalten älterer, chronisch erkrankter Menschen. Gerade diese erleiden durch einen Krankenhausaufenthalt jedoch oft zusätzliche Funktionseinschränkungen, Verluste der Selbständigkeit und Lebensqualität, Ernährungsdefizite und erhöhte Infektionsrisiken. Nach Entlassung kann dies zu gravierenden Versorgungslücken führen und das Risiko einer Wiedereinweisung erhöhen.

Ziel des sektorenübergreifenden Versorgungsformenprojektes TIGER ist eine Reduktion der Wiedereinweisungsrate geriatrischer Patienten. Dies soll durch Steigerung von Selbstständigkeit, Gesundheitszustand und Funktionalität der Patienten über eine strukturierte, kontinuierliche Betreuung der Patienten, ihrer Angehörigen, ihres Arztes und Pflegeteams an der Schnittstelle von stationärer zu ambulanter Versorgung durch eine geriatrisch spezialisierte Fachkraft erreicht werden. TIGER unterstützt die Patienten bereits während eines Krankenhausaufenthaltes und bis 12 Monate danach im ambulanten Sektor und bindet in einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie Komponenten des Transitional Care Models (TCM) ein. Mithilfe der TCM-Komponenten werden in der Interventionsgruppe die Patienten und ihre Angehörigen bei einer eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Stabilisierung bzw. Verbesserung der häuslichen Versorgung, Mobilität, Ernährung und Wundbehandlung unterstützt. Beim letzten DGG Kongress 2018 in Köln wurde das Studiendesign vorgestellt (Innofonds-Symposium).

Im Symposium 2019 werden ein Update und Forschungsschwerpunkte des Projektes vorgestellt.

Im ersten Vortrag legt Martina Rimmele den TIGER-Projektstand, Charakteristika der klinischen Studie, sowie Untersuchungen zu Belastung und Stress bei den TIGER-Patienten und ihren Angehörigen dar.

Im zweiten Vortrag berichtet Andreas Bekmann zu Mobilität im Alter und zur Bedeutung körperlicher Aktivität bei den TIGER-Patienten.

Im dritten Vortrag des Symposiums beleuchtet Dorothee Volkert die Problematik der Ernährungsversorgung geriatrischer Patienten an der Schnittstelle stationär zu ambulant.

Im vierten Vortrag stellt Nadine Morkisch ein Systematisches Review zur internationalen Anwendung des TCM bei geriatrischen Patienten im Rahmen des TIGER-Projekts vor, sowie eine Umfrage zur praktischen Anwendung des TCM in medizinischen Einrichtungen in Deutschland.

08:00
TIGER-Projektstand, Charakteristika der klinischen Studie, sowie Untersuchungen zu Belastung und Stress bei den TIGER-Patienten und ihren Angehörigen
S211-01 

M. Rimmele; Nürnberg

08:20
Mobilität im Alter und zur Bedeutung körperlicher Aktivität bei den TIGER-Patienten
S211-02 

A. Bekmann; Nürnberg

08:40
Problematik der Ernährungsversorgung geriatrischer Patienten an der Schnittstelle stationär zu ambulant
S211-03 

D. Volkert; Nürnberg

09:00
Systematisches Review zur internationalen Anwendung des TCM bei geriatrischen Patienten im Rahmen des TIGER-Projekts
S211-04 

N. Morkisch; Berlin

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