Samstag, 07.09.2019

10:00 - 11:30

Hörsaal 9

S323

Einwilligung von Menschen mit Demenz in medizinische Maßnahmen

Moderation: J. Pantel, Frankfurt a. M.; R. Püllen, Frankfurt a. M.

Menschen mit Demenz sind in der Regel multimorbide und leiden neben der Demenz durchschnittlich an 4-6 weiteren Grunderkrankungen; sie sind folglich angewiesen auf medizinische Maßnahmen und werden regelmäßig mit Entscheidungen zur medizinischen Diagnostik und/oder Behandlung konfrontiert. Da die Einwilligungsfähigkeit der Betroffenen dabei häufig in Frage gestellt wird, werden regelmäßig stellvertretende Entscheidungen getroffen. Um beurteilen zu können, ob eine rechtlich wirksame Einwilligung vorliegt, bedarf es der Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit. Für dieses Vorgehen besteht der dringende Bedarf an Kriterien und Prozeduren, um eine Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit von Menschen mit Demenz zu optimieren. Hilfestellung soll an dieser Stelle die AWMF-Leitlinie „Einwilligung von Menschen mit Demenz in medizinische Maßnahmen“ schaffen. Sie soll strukturierte Empfehlungen zur Sicherung der Handlungsfähigkeit von Menschen mit Demenz (insbesondere im Sinne der Selbstbestimmung) bei Entscheidungen über medizinische Maßnahmen (Diagnostik, ärztliche Heilbehandlung, palliativmedizinische Maßnahmen) zur Verfügung stellen.

Im Rahmen des Symposiums sollen verschiedenen Aspekte dieser Leitlinie auch im Hinblick auf Anwendbarkeit und Akzeptanz vorgestellt werden.

 

Diskutanten: V. A. Tesky-Ibeli, Frankfurt a. M.; A. Gieselmann, Bochum; M. Scholten, Bochum; P. Winterstein, Schwerin

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