Samstag, 07.09.2019

10:00 - 11:30

Hörsaal 4

S321

Perioperatives PBM im Alter – mehr als nur Konservengabe?

Moderation: G. Röhrig-Herzog, Köln; G. Kolb, Lingen

Anämie kommt bei älteren Menschen häufig vor, unter stationär-geriatrischen Patienten ist meist jeder Zweite betroffen. Bei elektiven chirurgischen Eingriffen wie endoprothetischen Versorgungen älterer Menschen ist daher die Chance gross, dass bereits prä-operativ eine Anämie vorliegt. Leider gibt es bisher keine generellen Empfehlungen zum perioperativen Management der Anämie beim älteren Menschen. Die existierenden Empfehlungen der Patient Blood Management network cooperation beziehen sich ebenso wie die aktuelle AWMF S3 Leitlinie „präoperative Anämie“ auf alle Altersgruppen > 18 Jahre, die wachsende Gruppe der hochaltrigen alterstraumatologischen Patienten wird jedoch nicht gesondert berücksichtigt. Das ist umso problematischer, als dass die Anämie im Alter Besonderheiten aufweist, die sie in Diagnostik und Therapie von der Anämie bei jüngeren Menschen unterscheidet. Das diesjährige, klinisch-praktisch orientierte Symposium der AG Anämie der DGG möchte mit mehreren interdisziplinären, kasuistikbasierten Beiträgen auf die Problematik des optimalen PBM beim älteren Patienten hinweisen und dazu anregen, offene Fragen gemeinsam zu diskutieren und Studien zu initiieren. 


Diskutanten: A. Leischker, Krefeld; S. Gurlit, Münster; H.-U. Jabs, Solingen; H. Kunter, Köln

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